Der einmalige Erfolgszug des WorldWideWeb hat zu
der paradoxen Situation geführt, daß uns heutzutage eher
zuviel als zuwenige Daten zur Verfügung stehen.
Es wird zunehmend zum Problem, aus der
anschwellenden Datenflut die benötigten Informationen
herauszufiltern und im sich immer weiter ausbreitenden Morast aus
falschen Daten, veralteten Information, unvollständigen und
damit unbeabsichtigt oder sogar bewusst irreführenden Angaben,
manipulierenden Mitteilungen, leichtfertig geäussertem
Halbwissen (knapp daneben ist nunmal auch vorbei) und aufgegebenen
oder dahinvegetierenden Webseiten nicht zu versumpfen.
Der absolute Königsweg besteht
natürlich darin, diesen Sumpf einfach weiträumig zu
umgehen und sich bei wichtigen konkreten Fragen direkt an die
Experten zu
wenden.
Aber auch von Menschenhand gepflegte
Linksammlungen und Verzeichnisse bieten in
diesem Datenmorast wichtige Orientierungshilfen, um festen Boden
unter den Füßen zu behalten, —sie können
dafür aber naturgemäß nur einen winzig kleinen
Ausschnitt des WorldWideWeb abdecken.
Suchmaschinen
bieten dagegen aufgrund ihrer automatischen Erfassung eine
wesentlich höhere Abdeckung, dafür man bei ihnen aber
eine deutlich schlechtere Ergebnisqualität in Kauf
nehmen.
Ausserdem sollte man trotz der höheren
Abdeckung keinesfalls dem Trugschluß
Was man mit Google nicht findet, das gibt es
nicht...
verfallen. Denn dabei wird leider völlig
übersehen, daß
- zum
einen alle Suchmaschinen
auch nur einen gewissen Bruchteil des Webs indiziert
haben
und daß
- sich zum
anderen ein Großteil des Wissens dieser Welt im sogenannten
Invisible
Web befindet, d.h. zum Beispiel in spezialisierten
Datenbanken wie den Genios-
Wirtschaftsdatenbanken, deren Inhalte sich
systemimmanenterweise dem Zugriff der üblichen Suchmaschinen
entziehen. So kann man zwar durchaus auch via Internet auf das
gesammelte Wissen der großen
Enzyklopädien zugreifen —aber nur
nach vorheriger Anmeldung an der betreffenden Datenbank sowie
Entrichtung eines gewissen Betrages.
Zu all dem kommt noch die ungeheure
Flüchtigkeit des Web hinzu. Doch lesen Sie dazu das
Special