4.3 Delphi
Solange es um Auftragsarbeiten geht, sehe ich die Wahl der Entwicklungsumgebung sehr pragmatisch und richte mich nach den Vorgaben, ohne deswegen einen Glaubenskrieg anzufangen.
Wenn ich mich aber in eigener Verantwortung entscheiden kann, wie das zum Beispiel bei meinen eigenen Projekten der Fall ist, dann bevorzuge ich Delphi einfach alleine schon deshalb, weil ich davon überzeugt bin, daß mir dessen Effektivität, deren reine objektorientierte Sprache nicht die Komplexitäten und Fallstricke von C++ aufweist und gleichzeitig als echt compilierte Sprache auch schneller als Java ist, sowie deren leichte komponentenbasierte Erweiterbarkeit einen echten Vorsprung bei der Entwicklung verschaffen.
Natürlich würde ich es nur zu gerne als meinen alleinigen Verdienst bezeichnen, daß die von mir entwickelte Branchenlösung im Vergleich zum Mittbewerb recht gut dasteht, aber ich muß fairerweise eingestehen, daß diese erfreuliche Tatsache sicherlich zu einem guten Teil auch auf die Wahl dieser hocheffizienten Entwicklungsumgebung sowie der dazu passenden Komponentensammlungen zurückzuführen ist. Naja, wo wir gerade dabei sind: Die glückliche Entscheidung, auf das Interbase- bzw. Firebird-Datenbankmanagementsystem zu setzen hat sicherlich auch wesentlich zum Erfolg dieses Produktes beigetragen.
Den allfälligen Befürchtungen mancher Zeitgenossen, mit Delphi auf ein zwar sehr effektives, aber dennoch wenig zukunftssicheres System zu setzen, kann man angesichts solcher Meldungen, daß »Borland (der Hersteller von »Delphi ) als erste Firma überhaupt »eine Lizenz für das .NET Framework von Microsoft erworben hat und nun bei Borland sowohl eine C#-IDE als auch eine ».NET Version von Delphi entwickelt wird, sehr gelassen entgegentreten.
Wenn ich von Delphi rede, dann möchte ich auch nicht vergessen, die CodeSite -Bibliothek zu erwähnen, die mir —seitdem ich sie einsetze— schon viele Stunden mühsames Debuggen erspart hat.
Coderush hingegen stellt eine sehr mächtige Erweiterung der Entwicklungsumgebung dar, die man kennen sollte, wenn man sich als Delphi-Entwickler keine wirklich große Hilfe entgehen lassen will.
Und mit IBObjects schließlich habe ich die idealen Komponenten, um mit größtmöglicher Effektivität auf die Firebird-Datenbank zuzugreifen.