4. Werkzeugsortiment
Mehr noch als alle Worte es zu beschreiben vermögen, sind es doch die ausgewählten Werkzeuge, die für den Entwickler sprechen.
Die von einem Entwickler für sich selbst und eigenverantwortlich getroffene Auswahl an hinzugezogenen Tools gibt in meinen Augen ein mindestens genauso prägnantes Bild von dessen Arbeitsweise und - qualität ab, wie zum Beispiel Arbeitsmuster oder Referenzen.
Ich möchte Ihnen daher nun an dieser Stelle einige derjenigen Tools vorstellen, die ich für meine tägliche Arbeit verwende:
Im allgemeinen Alltagsgebrauch steht für mich InfoSelect an erster Stelle: ein universelles Tool, um all die kleinen Notizen zu speichern (und wiederzufinden !), die im Laufe des Tages so anfallen.
Die Quelltexte meiner Projekte werden hingegen in ClearCase LT, trotz des "LighT"s in seinem Namen ein Schwergewicht von Versionkontrollsystem, abgespeichert und oft genug auch mit Hilfe des hervorragenden Profi- Texteditors Slickedit überarbeitet.
Neben den Betriebssystemen eignen sich gewöhnlich auch Programmiersprachen und deren jeweilige Entwicklungssysteme ganz hervorragend als Anlaß für diverse Glaubenskriege. In meinen eigenen Projekten setze ich zur Erstellung von Frontends auf Delphi . Dessen Einsatz erscheint mir alleine schon aufgrund des unendlich hilfreichen CodeSite, mit dem man Meldungen aller Art threadsicher und ohne Beeinflussung des Zustandes der Anwendung protokollieren kann, gerechtfertigt.
Bei allen guten Erfahrungen, die ich als freier Mitarbeiter mit »Oracle gemacht habe, setze ich in Sachen Datenbankmanagementsystem bei meinen eigenen Projekten auf Firebird, dem ebenso preiswerten wie hochklassigen Open-Source Spin-Off des kommerziell vertriebenen Datenbankmanagementsystems »Interbase. Für datenbankgestützte Anwendungen ist es dabei essentiell, bei der Auswahl der Datenbankzugriffsschicht ein glückliches Händchen zu beweisen. Mit IBObjects werden sowohl »Interbase als auch Firebird- Datenbanken optimal unterstützt.
Trotz aller hervorragenden Werkzeuge sind es aber eben nicht nur die Tools, die eine solide Problemlösung ausmachen, sondern insbesondere auch die guten Ideen, die der Lösung zugrunde liegen (sollten). Grafisch orientierte Programme wie Axon und Mindmanager helfen der Kreativität auf die Sprünge, wobei sich Mindmanager zusammen mit dem (textbasierten) Infoselect auch gut eignen, um einen Überblick über das Chaos aus Anforderungen, Zwängen, Randbedingungen, Widersprüchen, Nachträgen und Notizen zu gewinnen und diese zu ordnen. Eine Sonderstellung in diesem Aufgabenbereich nimmt das relativ unbekannte, aber unbedingt empfehlenswerte Werkzeug PersonalBrain ein, das jeder mal ausprobieren sollte, der sich mit der Aufgabe konfrontiert sieht, komplexe Zusammenhänge zu analysieren.
Auch gute Recherchen können wesentlich zum Erfolg eines Projektes beitragen, und in dieser Hinsicht hat mir Copernic neben meinen bevorzugten Einstiegspunkten ins Web schon manchen guten Dienst erwiesen.
Falls Sie Fragen von mutmaßlich allgmeinem Interesse zu meinen Erfahrungen mit den hier genannten Werkzeugen haben, dann können Sie die diese gerne hier stellen.
Anmerkung
Ich erwähne die hier vorgestellten Produkte ausschließlich, weil sie meinen persönlichen Toolset darstellen, d.h. weil ich selbst in eigener Verantwortung und zu meiner vollen Zufriedenheit regelmäßig mit ihnen arbeite.
Weder bin ich mit einer derjenigen Firmen, die hinter den Produkten stehen, in irgendeiner Weise liiert noch werde ich von ihnen bezahlt oder profitiere auf andere Weise direkt oder indirekt davon, daß ich die Produkte hier erwähne.